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Aktuelles: Sommer 2010

Die Deae am Kiosk und mein erstes Comic-Album im Handel
Der Webcomic Eriks Deae ex machina wird ab Juni 2010 monatlich im neuen Comic-Magazin COMIX veröffentlicht. Dafür vielen Dank an den Magazinmacher Martin Jurgeit und seinem Projekt ganz viel Erfolg.

Dank auch an Mark O. Fischer und seinen kleinen, aber feinen Verlag EPSILON, der mit Dédé mein erstes Comic-Album verlegt, das ebenfalls im Juni 2010 in den Comic-Handel kommt. Warum im Leben jahrelang gar nichts passiert und dann alles auf einmal kommen muss, wissen wohl nur die drei Schicksalsgöttinnen Urd, Skuld und Verdandi.

Dédé (bitte Leseprobe und Bestellmöglichkeit rechts nutzen)
Eriks Detektiv Deschamps (kurz: Dédé) ist mein erstes Comic-Album, ein klassischer 48-Seiter mit Hardcover und allen Schikanen. Die Geschichte „Sind Sie tot, Madame?” bildet Dédés erstes Abenteuer, weitere könnten durchaus folgen (ich arbeite daran).

Die Hauptfigur ist ein ganz klassischer Privatdetektiv in Paris, dessen Fälle jedoch alles andere als klassisch ausfallen. Bei Dédés Abenteuern steht die Spannung im Vordergrund, wie das jeweilige Rätsel wohl zu lösen ist. Um aber das Rätsel zu lösen, wie ich von der Zeitreise-Fantasy Deae zum makabren Krimi Dédé komme, gehen wir kurz zurück zum Webcomic.

Der Webcomic Deae ex machina
Die tapferen Deae habe ich von Januar bis September 2009 in monatlichen Folgen ins Web gestellt – ganz ohne Verlag oder einen anderen Partner. Trotz eines für eine private Website beachtlichen Erfolgs, es war noch dazu mein erster Auftritt auf der Comic-Bühne, blieben die Deae ex machina weit davon entfernt, sich durch Werbeeinnahmen zu rechnen. Dazu bräuchte es eine englische Version der ganzen Story (und der Website mit all ihren Nebeninformationen), die finanziell nicht machbar war. Woran sich übrigens bis heute nichts geändert hat.

Zudem war ich im Sommer 2009 komplett ausgebrannt. Ich hatte in rund anderthalb Jahren 160 Comic-Seiten geschrieben, entworfen, gezeichnet, getuscht und koloriert. Und das zum ersten Mal in meinem Leben. Also habe ich erstmal ein Päuschen eingelegt, um darüber nachzudenken, was ich jetzt mit dem ersten Teil der Deae-Trilogie anfangen und wie mein Leben weiter gehen sollte.

Dazu fiel mir allerdings nichts Schlaues ein. Entsprechend habe ich zunächst Verlage kontaktiert, um ihnen die Deae ex machina anzubieten, aber 160-seitige Debütalben stehen bei denen verständlicherweise nicht hoch im Kurs. Da sich Mark O. Fischer schon zu seiner Zeit als ZACK-Chefredakteur für meine Arbeit interessierte, hab ich ihm einfach eine Mail geschickt und ihn gefragt, ob er denn an einer kürzeren Geschichte interessiert wäre. Er war.

Schubladen voller Comic-Geschichten
Im Laufe der Jahre haben sich in meinen Schubladen zahlreiche Comic-Geschichten angehäuft. Manche unvollendet, manche sehr weit getrieben und manche komplett realisiert. Zum Beispiel eine okkulte Fantasy, die im 1. Weltkrieg spielt. Oder eine Technologie-Scifi, die morgen Realität werden könnte. Oder auch eine düstere Retro-Scifi, ganz harter Stoff. Oder ein „Heist-Comic”, der in der Antike spielt. Oder auch Dédé, von dem drei komplett gezeichnete Geschichten vorlagen sowie zahlreiche Plots, Manuskripte und fertig gescribbelte Abenteuer in unterschiedlichen Längen.

Bei der Entscheidung, welche Geschichte ich als Webcomic realisiere, fiel die Wahl auf die Deae ex machina, weil sie so schön lang, so abwechslungsreich und so sexy sind. All das kam meinem Wunsch, eine Website mit einer ganzen Comic-Welt zu schaffen, am nächsten.

Für mein erstes Print-Album fiel die Wahl dann auf Dédé, vor allem wegen der überschaubaren Seitenlängen und der Vielzahl der Geschichten, die sofort klar machen, dass Dédé konsequent als Serie angelegt ist. Also habe ich ein dickes Paket geschnürt, es an EPSILON geschickt und bald darauf die Zusage erhalten.

Dabei waren zwei Dinge von Anfang an klar. Zum einen wollte ich alles neu zeichnen, weil das bestehende Artwork nicht mehr meinem aktuellen Entwicklungsstand entsprachen. Zum anderen sollte Dédé 1 beim Comic-Salon Erlangen 2010 vorliegen. Ich hatte also nur ein halbes Jahr Zeit und habe es auch nur auf den allerletzten Drücker geschafft. Es war das härteste halbe Jahr meines bisherigen Lebens – aber auch das produktivste.

Bitte zweimal zugreifen
Wann die Deae ex machina als Webcomic weiter gehen, ist immer noch nicht klar. Aber jetzt kommen sie ja erstmal in gedruckter Form an die Kioske – und hey: das Magazin COMIX kostet übrigens nur zwei Euro! Also zugreifen! Etwas mehr kostet Dédé (12,50 Euro), aber dafür kriegt man ja auch ein richtig schönes Hardcover-Album. Also noch einmal zugreifen. Je mehr Käufer sich finden, desto eher ergibt sich für mich ein Weg, nichts anderes mehr zu machen als Comics.

Und davon träume ich schon seit meiner Kindheit.

Viele Grüße und vielen Dank für euer Interesse
Erik

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