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Hansrudi Wäscher In der Schweiz geborener deutscher Comic-Pionier (wenn man mal von Großmeister Wilhelm Busch absieht, der auch international als Pionier der sequenziellen Kunst schlechthin gelten darf), der schon in den 1950ern legendäre Helden wie Sigurd schuf. Zu dieser Zeit galten Comics noch als volksverdummendes Teufelswerk, zu deren Verbrennung durchaus öffentlich aufgerufen werden durfte. Die kognitiven Fähigkeiten, die der Comicleser aufbringen muss, um Bild und Text zu einem hoch individuellen Leseerlebnis zu vereinen, wurden damals nicht erkannt. Wahrscheinlich machte erst der Siegeszug des Fernsehens klar, welche Abgründe sich durch den passiven Konsum von Unterhaltung tatsächlich auftun. Heute zahlt man übrigens Höchstpreise für Originalausgaben von Hansrudi Wäschers Werk. Opus Dei (lat. Werk Gottes) Religiöse Gemeinschaft zur Aufzucht und Pflege vorbildlicher Katholiken und seit einigen Jahren eins der Lieblingskinder von religionskritischen Verschwörungstheoretikern. Gegründet 1928 in Madrid von einem Priester, der erst 2002 posthum zum Heiligen Josefmaria befördert wurde. Die eventuellen heimlichen Machenschaften von Opus Dei sind erst seit dem Bestseller The Da Vinci Code en vogue. Dass man fast 80 Jahre nicht über sie sprach, spricht je nach Gusto entweder für ihre Effizienz oder für ihre Nichtexistenz. Saargebiet Von 1920 bis 1935 existierendes autonomes Gebilde, das im Versailler Vertrag eigentlich Saarbeckengebiet heißt und in seinen Ausdehnungen im Wesentlichen dem heutigen Bundesland Saarland entsprach. Genau wie das Ruhrgebiet machten Kohle, Stahl und die Nähe zur Siegernation Frankreich es zum damaligen Äquivalent des heutigen Silicon Valley. Vom gerade geschaffenen Völkerbund (dem Vorgänger der Vereinten Nationen) unter französische Verwaltung gestellt, durfte es nach 15 Jahren Besatzung per Volksabstimmung selbst über seine Zukunft bestimmen. Knapp 91 % der Wähler votierten 1935 für den Slogan „Heim ins Reich”, nur 0,4 % für einen Anschluss an Frankreich. Nach dem 2. Weltkrieg wiederholte sich das Spiel, nahm aber noch originellere Züge an. Das Saarland wurde unter französischem Protektorat zum eigenen Staatsgebilde mit eigener Währung (Saarmark), eigener Fußball-Nationalmannschaft (1953: Deutschland 3 - Saarland 0, Nationaltrainer des Saarlandes: Helmut Schön) und wiederum dem Recht, per Volksabstimmung über seine Zukunft zu entscheiden. 1955 stimmten knapp 68 % der Saarländer für einen Anschluss an die BRD. Andere votierten für ein „europäisches Territorium”, das Platz für alle künftigen Institutionen der damals neuen Vision Europa bieten sollte. Saarbrücken statt Brüssel – zu viel für die Vorstellungskraft der Saarländer. |























